INITIATIVE Keupstraße ist überall
Keupstraße ist überall: Newsletter 1/26
Willkommen zum Newsletter der Initiative „Keupstraße ist überall“!
vielen Dank, dass Sie unseren Newsletter angeklickt haben! Wir möchten Sie damit in diesem Jahr regelmäßig über unsere Arbeit informieren und Sie und euch – im besten Fall – zum Mitmachen / Unterstützen animieren.
Ein intensives Jahr liegt hinter uns, in dem wir zwei große Erfolge gefeiert haben: Zum einen konnte die Ausstellung „Von der Nagelbombe bis zum Mahnmal – 21 Jahre DANACH“ im Juni 2025 endlich eröffnet werden. Sie hat seit September 2025 in der Schanzenstraße ein zunächst bis Ende 2026 gesichertes Zuhause. Dies wäre ohne die große Unterstützung von Jamestown Europe nicht möglich gewesen! Vielen Dank!
Zum anderen haben die demokratischen Parteien im Kölner Stadtrat einstimmig beschlossen, die Mietzahlungen für unsere Begegnungs- und Ausstellungsstätte für das Jahr 2026 zu fördern. Das bietet uns die Perspektive, unsere Arbeit in Räumlichkeiten in unmittelbarer Nähe der Keupstraße intensiv fortführen zu können: informieren, beraten, austauschen, lernen und bilden.
Aber es warten auch viele Aufgaben auf uns: Neben den vielen inhaltlichen Projekten sind dies vor allem die langfristige Sicherung unserer Begegnungs- und Ausstellungsstätte sowie die Finanzierung eines professionellen Teams, das zur Ergänzung der ehrenamtlichen Arbeit dringend notwendig wäre. Auch an dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Dank an alle, die uns bisher so wunderbar unterstützt haben.
Wir blicken optimistisch auf die kommenden Monate und hoffen, Ihnen schon bald weitere „good news“ berichten zu können.
Ein schönes neues Jahr und engagierte Grüße aus Köln-Mülheim
Die Initiative „Keupstraße ist überall“
Dank Engagement des Immobilienspezialisten Jamestown - Neue Räume in Köln-Mülheim
Unser Wunsch war immer, für die Initiative in der Nähe der Keupstraße einen festen Ort zu haben. Jetzt ist er in Erfüllung gegangen: Dank der großartigen Unterstützung von Jamestown Europe konnten wir ab Juni 2025 die großen Räumlichkeiten im zweiten Stock des Gebäudes in der Schanzenstr. 22 in Köln-Mülheim beziehen.
Hier haben wir nicht nur unser Büro eingerichtet. Wir bieten in einem separaten Raum auch Beratungen für Betroffene und deren Angehörige an und können unsere multimediale Ausstellung „Von der Nagelbombe bis zum Mahnmal – 21 Jahre DANACH“ umfassend präsentieren.
Damit steht uns ein idealer Ort zum Austausch, zur Begegnung sowie zur intensiven Bildungsarbeit zur Verfügung.
Ausstellung "Von der Nagelbombe bis zum Mahnmal – 21 Jahre DANACH" - Ein lebendiger Ort für Beratung, Bildung und Begegnung
Erstmals konnten wir 2025 die Ausstellung „Von der Nagelbombe bis zum Mahnmal – 21 Jahre DANACH“ zeigen: zunächst provisorisch von Juni bis Oktober 2024 in Räumen der IGIS-Gesamtschule am Ubierring, deren Schüler*innen und Lehrer*innen an der Entstehung der Ausstellung maßgeblich mitgearbeitet haben; umfassender dann seit dem 9. Juni 2025 an unserer neuen Adresse Schanzenstraße 22 in Köln-Mülheim.
Die Ausstellung schafft einen lebendigen Erinnerungsraum und einen außerschulischen Begegnungs- und Lernort in unmittelbarer Nähe des rechtsextremistischen Nagelbombenanschlags in der Keupstraße am 9. Juni 2004 durch den Nationalsozialistischen Untergrund (NSU). Sie dokumentiert mit Objekten, Artefakten, Dokumenten, Videos und Filmen zum NSU den Anschlag, erzählt von den Geschichten der Menschen in der Keupstraße, vom Ankommen in Köln sowie vom langen Ringen um Anerkennung und mahnt, rechtsextreme Gewalt nicht als einmaliges Ereignis zu verstehen, sondern als fortwährende gesellschaftliche Herausforderung.
Über 2.000 Schülerinnen und Schüler sowie Studenten, Polizeischüler*innen der Hochschule der Polizei NRW, Unternehmen und Einzelpersonen haben die Ausstellung gesehen, mit Betroffenen gesprochen, diskutiert. Zu Gast war im Dezember 2025 auch Josefine Paul, die damalige NRW-Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration.
Sie besuchte zusammen mit der Kölner Bürgermeisterin Derya Karadag und anderen engagierten PolitikerInnen der Parteien SPD, Die Grünen, Die Linke, FDP und Volt die Ausstellung am 7. November 2025 und sprach mit Betroffenen über deren Lebenssituation, mit Lehrer*innen über die Notwendigkeit von Bildungsmaterial für weiterführende Schulen zu den Themen NSU-Komplex, Rassismus und Diskriminierung im Alltag sowie mit der Kuratorin und Initiativenmitglieder*innen über die weiteren Perspektiven der Ausstellung als Erinnerungsort.
„Es ist wichtig und notwendig, dass hier weiter Erinnerungsarbeit geleistet werden kann“
Ehemalige NRW-Ministerin Josefine Paul
Zudem ist in den Ausstellungsräumen eine Beratungsstätte für Betroffene und deren Angehörigen eingerichtet worden.
Für 2026 werden wir unsere Aktivitäten intensivieren: mehr Führungen, mehr aktive Bildungsarbeit bzw. -veranstaltungen, mehr Interaktion und mehr multimediale Exponate.
Öffnungszeiten für Schulbesuche: dienstags, mittwochs und freitags von 10 bis 15 Uhr oder nach Vereinbarung – auch für alle Interessierte, auch am Wochende.
Anmeldung: ueberall@keupstrasse-ist-ueberall.de
Über aktuelle Termine informiert unsere Website
Zitate von Schülerinnen und Schülern, die die Ausstellung besucht haben
25 Jahre danach!
Einladung zum gemeinsamen Gedenken an den rassistischen Bombenanschlag in der Probsteigasse.
Wir lassen nicht vergessen.
19.01.2026 / 18:30 Uhr
Stilles Gedenken / Blumenniederlegung
Blumengasse / Ecke Probsteigasse
19.01.2026 / 19:30 Uhr
Jugendzentrum Klingelpütz
Vogteistraße 17 · 50670 Köln
Ausstellung „Von der Nagelbombe bis zum Mahnmal“
Jedes Jahr am 9. Juni gedenken wir des rechtsextremistischen Nagelbombenanschlags in der Keupstraße im Jahr 2004, der vom sogenannten Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) verübt wurde.
Die Opfer des Anschlags, die Menschen aus der Keupstraße, wurden 7 Jahre lang beschuldigt / verdächtigt als Täter diese Verbrechen begangen zu haben.
Seit vielen Jahren kämpfen Betroffene, solidarische Mitstreiter:innen und Unterstützergruppen für eine Aufarbeitung des Anschlags und seiner Folgen:
- um die Erfahrungen und Leidensgeschichten der Betroffenen sichtbar und hörbar zu machen,
- um Rechtsextremismus und Rassismus zu bekämpfen – durch Aufklärung, durch Bildung, durch verschiedene Projekte vor Ort,
- durch ein Mahnmal, für dessen Realisierung immer noch gekämpft werden muss.
Im November 2023 gründete die Initiative „Keupstraße ist überall“ eine Begegnungs- und Beratungsstelle, die nun vorläufig einen festen Ort in der Schanzenstraße 22 am Carlswerk-Gelände in Köln Mülheim gefunden hat – in unmittelbarer Nachbarschaft zur Keupstraße.
Es ist ein Ort von und für die Betroffenen des Nagelbombenanschlags und für die Opfer rechtsterroristischer Gewalt.
„Von der Nagelbombe bis zum Mahnmal“.
Ein zentraler Bestandteil des Ortes ist die Ausstellung „Von der Nagelbombe bis zum Mahnmal“. Sie wurde 2024 zusammen mit Schüler*innen und Lehrer*innen der IGIS Gesamtschule als außerschulischer Erinnerungs- und Lernort konzipiert – für Schüler*innen, Studierende und für alle, die sich mit dem Nagelbombenanschlag und rechtsextremer, rassistischer Gewalt auseinandersetzen wollen. Ein Bildungsort, der versucht, aus der Perspektive der Betroffenen auf die Ereignisse zu schauen.
Als außerschulischer Lernort ist die Ausstellung insbesondere für die Fächer Geschichte, Sozialwissenschaften, Deutsch, Ethik, Religion, Kunst und Philosophie geeignet. Besuche von Schulklassen und Studentengruppen können jeweils montags und mittwochs von 10 bis 15 Uhr nach Voranmeldung stattfinden. Die Ausstellung kann auf Anfrage auch an anderen Tagen der Woche bzw. am Wochenende besucht werden. Wir bitten darum, Besuche einige Tage vorher anzumelden, damit wir Führungen, Begegnungen oder auch Gespräche mit Betroffenen des Anschlags planen und ermöglichen können. Besuchswünsche anderer Interessierter sind ebenfalls unter den angegebenen Kontaktinformationen anzufragen.
Anfragen per E-Mail bitte an: ueberall@keupstrasse-ist-ueberall.de oder telefonisch unter 0152 2266 2155
Ort: Schanzenstraße 22, 1. Etage, 51063 Köln (Google Maps)
Video
INITIATIVE Keupstraße ist überall
Am Nachmittag des 9. Juni 2004 explodierte in der Kölner Keupstraße eine mit 5 Kilogramm Sprengstoff und über 800 glühend heißen Nägeln befüllte Bombe des Nationalsozialistischen Untergrundes“ (NSU), die 22 Menschen teilweise schwer verletzte.
Vielen Bewohner_innen war offensichtlich, dass dieser Anschlag von Neonazis stammt. Die Möglichkeit eines Terroranschlags von Neonazis wiurde, trotz Hinweisen von Zeug_innen und Anwohner_innen, von der deutschen Polizei niemals ernst genommen.
Sie ermittelte sofort und ausschließlich gegen die Betroffenen und machte durch die einseitige und rassistische Ermittlung Opfer zu Tätern. Medien und Öffentlichkeit fplankierten dies mit dem Gerede von angeblich „kriminellen Ausländermillieus“…
Aktuell
Erinnern jetzt – Das Mahnmal in der Keupstraße jetzt realisieren
28.04.2025 – Filmvorführung & Gespräch: Der NSU-Anschlag in der Keupstraße
11.03.2025 – Jungfernbrücke, Berlin
LIAS Focus Week: Facing the Far-Right
BIRLIKTE 2024
Am 9. Juni 2024 findet anlässlich des Jahrestages des Anschlags auf der Keupstraße das Gedenk- und...
AUSSTELLUNG: 20 JAHRE DANACH – Der Nagelbombenanschlag auf der Keupstraße
Eine Ausstellung zu rassistischen Kontinuitäten, rechtem Terror und deren Folgen in Köln....
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