Mahnwache zum Jahrestag des NSU-Bombenanschlags auf die Keupstraße von 2004

9. Juni 2017, 15.30-18Uhr

Schildergasse, vor der Antoniterkirche

Mahnwache zum Jahrestag des NSU-Bombenanschlags auf die Keupstraße von 2004

 

Der Anschlag. Am 9.6.2004 explodierte in der Kölner Keupstraße eine Nagelbombe mit ca. 700 Zimmermannsnägeln. 22 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt, unzählige traumatisiert. Es war nur Zufall, dass niemand getötet wurde. Die Täter: Mitglieder der Terrororganisation NSU (Nationalsozialistischer Untergrund). Dieser Angriff richtete sich gegen das Zusammenleben der Menschen in Köln und überall. Er sollte den hier lebenden MigrantInnen klar machen: Ihr seid hier nicht erwünscht und tödlich bedroht.

Der Anschlag nach dem Anschlag. Anstatt sich klar dagegen zu positionieren und sich hinter die Opfer zu stellen, setzten Polizei und Politiker sofort AnwohnerInnen und Betroffene des Anschlags unter Druck, indem sie sie mehrfach verhörten, offenkundig verdächtigten, beobachten ließen und sie in Zusammenarbeit mit anderen Behörden, wie zB. dem Finanzamt, zusätzlich unter Druck setzten. Die Medien leisteten propagandistische Hilfe bei den Diskriminierungen.

Das ist kein Zufall, das ist institutioneller Rassismus.

Wir fordern weiterhin die rückhaltlose Aufklärung des NSU-Komplexes