31.10.2014: Soli-Festival für die Initiative @ Depot2

Um unsere Mobilisierung nach München zu finanzieren, laden wir zu einem Soli-Festival ein mit Musik, Diskussionen und Vorträgen, am Halloween-Freitag (31.10.2014) im Depot2 in Köln-Mülheim. Es spielen: REFPOLK, MSOKE, LMKF/CHUPACABRAS, MICROPHONE MAFIA, AYKUT, HERALD. Update: Die vormals angekündigten Bands „The Clerks“ und „Druckpunkt“ fallen aus.

Vorträge:

* NSU-Watch
* Heike Kleffner /// Referentin im NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages zu den aktuellen Entwicklungen
* Eberhard Reinecke /// Vetreter der Nebenklage im NSU-Prozess berichtet zum geplanten Untersuchungsausschuss des Landtags in NRW

Es spielen: 
LMKF/Chupacabras – Ragga, Reggae auf Spanisch aus Köln

LMKF ist einer der Frontmänner der Chupacabras, der auch allein ein Feuerwerk der Musik abfeiert, bei dem keiner auf den Sitzen bleibt. Reggae, Ragga und Rap – auf Spanisch.

Refpolk – Zeckenrap aus Berlin

Refpolk steht für eine lebendige HipHop-Szene abseits von Gangsta- und Hipster-Rap, die eine politische Message mit der Liebe zu Rap verbindet. Refpolk supportet den Kampf in Berliner Kiezen gegen hohe Mieten, verarbeitet eigene Erfahrungen mit Polizeigewalt und versucht „die Schere zu schließen zwischen Anspruch und Realität“. Dabei vergisst Refpolk sich nie selbst, sondern macht die eigenen Hoffnungen und Ängste und damit den Menschen am Mikrofon sichtbar.

 MSoke – Reggae aus Berlin

Der Züricher MSOKE mit Wurzeln in Tansania hat sich ermöglicht, seine wahre, männliche Geschlechtsidentität zu leben. Er wurde als Namusoke im falschen Körper geboren und lebt sein Leben heute als Mann. Keine Selbstverständlichkeit, wenn man die Homo- und Transphobie in weiten Teilen der Reggae-, Dancehall- und HipHop-Szene, aber auch in vielen anderen gesellschaftlichen Bereichen einkalkuliert. Er ist bei der Kampagne „Make Some Noise – Homophobia and Sexism out of my music“ engagiert und sowohl politisch als auch musikalisch eine wichtige, kräftige und moderne Stimme für die Reggae-Szene.

Microphone Mafia 

Das italienisch-türkische Ensemble der Microphone Mafia ( Oender, Kutlu und Rossi) prägte bereits seit Ende der 80er Jahre mit der Verschmelzung der kulturellen Hintergründe seiner Mitglieder die Hip-Hop-Szene in Deutschland. Gegründet 1989! in einem Jugendzentrum in Köln, wo sonst. Sie sind in Deutschland und der Türkei, Italien, Tschechien, Niederlande, Österreich, Schweiz und in Lateinamerika aufgetreten und haben ihren völlig eigenen Stil den „europäischen HipHop“ gefunden. Sie rappen in 4 Sprachen (in Deutsch, Englisch, Italienisch und Türkisch und manchmal auch in Kölsch). Mit fetten Beats gegen das Ungerechte in der Welt!

Aykut 

Ist seit 31 Jahren Singer und Songwriter und verbindet in seinem Repertoire Musik aus dem Nahen Osten, dem Mittelmeerraum und singt in u.a. in türkischer, kurdischer, arabischer Sprache und auch in Zaza. Er lebt seit 1979 in Deutschland und wurde mit 20 Jahren zum „Keupianer“, derauch heute noch gerne auf der Straße verweilt und Musik macht.

Herald
Herald ist Singer und Songmaker. Seine Lieder sind von seinen englischen Wurzeln und dem Folk Stil geprägt. Sie sind oft Momentaufnahmen des Lebens mit seinem Schmerz und seiner Schönheit. Die Lieder sind hauptsächlich in seiner Muttersprache Englisch aber auch in anderen Sprachen.
Er wird auch das Lied „Bir Bakis“ vortragen, das das er vor 10 Jahren beim großen Fest  in der Keupstraße direkt nach dem Bombenanschlag vorgetragen hatte.

 

Moderation: Microphone Mafia und Heike Kleffner


Am 31. Oktober 2014, Einlass: 19 Uhr, Beginn ab 20 Uhr (Ende 23h) im Depot 2, Schauspiel Köln, Schanzenstr.6-20, Köln-Mülheim. 
Eintritt auf Spendenbasis

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Foto-Rückblick Update (09.11.2014)

 

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Solifestival für die Initiaitve "Keupstraße ist überall", Depot 2 Köln, 31.10.2014
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